Fünf Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima haben Japans Energiekonzerne einen Sieg vor Gericht erstritten. Ein Berufungsgericht lehnte es ab, die einzigen im Land hochgefahrenen Reaktoren des Betreibers Kyushu Electric Power erneut stillzulegen.

Dies teilte die Umweltorganisation Green Action am Mittwoch mit. Damit erhält auch Regierungschef Shinzo Abe Rückenwind für seine Pläne, wieder stärker auf Atomenergie zu setzen, um die Wirtschaft anzukurbeln.

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Mehrheit gegen Atomstrom

Vergangenen Monat hatte ein Gericht den Betriebsstopp des einzigen weiteren laufenden Reaktors von Kansai Electric Power erwirkt. In Japan ist die Mehrheit der Bevölkerung nach dem Atomunglück in Fukushima im März 2011 gegen Atomenergie.

Vergangenes Jahr wurde erstmals wieder ein Reaktor hochgefahren. Weil der Import von Kohle und Flüssiggas zur Stromproduktion das Land teuer zu stehen kommt, wollen die Regierung und viele Industrieunternehmen zur Atomenergie zurück.

(sda/gku/ama)