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Kostenstudie
AKW-Stilllegung kostet über 23 Milliarden Franken

AKW Mühleberg
Tscherenkow-Leuchten im Abkühlbecken von Mühleberg: Der Rückbau der AKW wird teuer.Quelle: Keystone

Die Stilllegung der Schweizer Atomkraftwerke wird laut einer Studie teurer als bisher angenommen.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Die Stilllegung der AKW und die Entsorgung radioaktiver Abfälle dürfte erneut teurer werden als bisher berechnet. Unabhängige Experten haben die aktuellste Kostenstudie überprüft und kommen zum Schluss: Die Kosten betragen rund 23,5 Milliarden Franken.

Ursprünglich war die sogenannte Kostenstudie 2016 von 22,8 Milliarden Franken ausgegangen. Sie ist von Swissnuclear im Auftrag der Kommission für den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds (Stenfo) durchgeführt und vor rund einem Jahr publiziert worden.

Hoher Sicherheitszuschlag

Nun haben unabhängige Experten die Studie in den vergangenen Monaten überprüft, wie Stenfo am Donnerstag mitteilte. Dazu haben sie die Studie mit den Stilllegungs- und Entsorgungskosten ausländischer AKW verglichen und vor allem auf den Sicherheitszuschlag fokussiert.

Unter anderem empfehlen sie im Bereich Stilllegung, höhere Risikozuschläge einzusetzen. Auch für die Entsorgung schlagen die Experten Anpassungen der Zuschläge für Gefahren und Chancen vor.

23,5 Milliarden Franken

Insgesamt rechnen die Experten mit Gesamtkosten von 23,484 Milliarden Franken. Für diesen Betrag hat Stenfo dem Umweltdepartement Uvek einen Antrag gestellt. Das Uvek dürfte in den kommenden Monaten über die Höhe der Kosten entscheiden.

An der ungeprüften Kostenstudie 2016 hatte die Schweizerische Energiestiftung Kritik im Mai Kritik geübt. Sie bezeichnete die Studie als zu optimistisch und forderte höhere Beiträge.

(sda/gku/mbü)

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