Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat am Donnerstag den neuen Suezkanal offiziell eröffnet. In Galauniform stand der frühere Armeechef auf einer historischen Jacht und fuhr an der Spitze einer Flottenparade auf dem Kanal.

Kampfflugzeuge und Helikopter folgen über die Szenerie. Für die Eröffnungszeremonie wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Behörden wollten sichergehen, dass sich Ägypten als sicheres Land präsentiert. Überschattet wurden die Feierlichkeiten von der Drohung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), einen Kroaten zu töten, der in der Nähe von Kairo entführt worden war.

François Hollande und Bundesrat Johann Schneider-Ammann

Die ägyptische Regierung hatte zur offiziellen Eröffnungsfeier zahlreiche Staats- und Regierungschefs eingeladen. Neben dem französischen Staatspräsidenten François Hollande nahm auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann an der Zeremonie teil. Der Bundesrat wird zudem nach Angaben des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung bilaterale Gespräche mit Staats- und Regierungschefs führen.

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Der neue Suezkanal, der 72 Kilometer lang ist, wurde innerhalb nur eines Jahres gebaut. Er verläuft teilweise parallel zum inzwischen fast 150 Jahre alten Suezkanal, der das Rote Meer und das Mittelmeer miteinander verbindet. Teilweise wurde der alte, für den Welthandel äusserst wichtige Kanal erweitert und vertieft. Es handelt sich um ein Prestige-Projekt für al-Sisi. Ägypten verspricht sich von dem «Neuen Suezkanal» einen Aufschwung für die Wirtschaft. Für das Land sind die Gebühren für die Durchfahrt eine wichtige Einnahmequelle.

(sda/gku/ama)