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Alle Medien sind am WEF - alle? Die linke «WOZ» muss draussen bleiben

WOZ-Leser bleiben aussen vor: Die linke «Wochenzeitung» erhielt keine Akkreditierung fürs WEF. (Bild: Keystone)

Rund 440 Journalisten berichten aus dem Davoser Kongresszentrum vom World Economic Forum. Nicht dabei ist dieses Jahr die linke «Wochenzeitung». Ihr wurde kurzerhand die Tür gewiesen.

Veröffentlicht am 25.01.2012

Die linke «Wochenzeitung» beklagt sich über einen Rauswurf am World Economic Forum (WEF). Sie unterstellt dem WEF zwar nicht gleich Zensur, stellt aber fest: «Die Sender und Zeitungen der grossen Schweizer Medienkonzerne werden hofiert. Kritischen Stimmen wie der 'WOZ' wird der Zutritt verwehrt.»

Das WEF sei Anfang des Jahrtausends durch Proteste auf der Strasse unter Druck geraten. Um sein Image besorgt, habe es in der Folge deutlich mehr Journalistinnen und Journalisten Zugang gewährt, schreibt die «WOZ» in ihrer Ausgabe von (morgen) Donnerstag. Auch die «WOZ» habe seit 2003 jeden Winter kritisch aus dem Davoser Kongresszentrum berichtet.

Keine Akkreditierung erhalten

Dieses Jahr hat die Zeitung jedoch keine Akkreditierung erhalten. WEF-Sprecherin Michèle Mischler verweist auf die reduzierte Zahl der Medienplätze. Auch grössere Medien hätten dieses Jahr weniger Badges bekommen, sagte sie auf Anfrage.

Dass die linkte «Wochenzeitung» wegen ihrer politischen Ausrichtung keinen Zugang erhält, bestreitet Mischler. «Nächstes Jahr bekommt 'WOZ' ganz sicher wieder einen Badge», sagte sie.

(chb/sda)

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