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Abstimmung
Am WEF: Schneider-Ammann weibelt für USR III

Schneider-Ammann und Spiesshofer: Tauschen sich am WEF aus. Keystone

Am Rande des WEF traf sich Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann mit Top-Managern. Er bat um Unterstützung im Wahlkampf für die Unternehmenssteuerreform III.

Veröffentlicht am 18.01.2017

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat ein informelles Treffen mit Schweizer Topmanagern in Davos dazu genutzt, für die Unternehmensreform (USR) III zu werben. Er forderte die Wirtschaftsvertreter dazu auf, mitzuhelfen, die Abstimmung zu gewinnen. Diese Reform müsse Rechtssicherheit bringen, das sei das allerwichtigste, sagte Schneider-Ammann am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Von Seiten der Unternehmensvertreter sei beim Meeting die Frage aufgekommen, was der Bundesrat zu tun gedenke, wenn die Vorlage nicht durchkomme. Da habe er «ganz bewusst gepasst». Denn er wolle nicht, dass der Eindruck entstehe, diese Abstimmung könnte nicht durchkommen, so der Wirtschaftsminister.

Vorsichtiger Maurer

Sein Bundesratskollege Ueli Maurer hatte sich jüngst in der Presse etwas weniger vorsichtig geäussert. Er setze sich gedanklich mit einem Nein bei der Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform III auseinander, sagte der Finanzminister in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

«Bei einem Nein gleise ich am nächsten Tag ein Sparprogramm über mehrere Milliarden auf für die nächsten Jahre.» Komme die Reform die ab 2019 in Kraft treten würde, nicht, «müssten wir für die nächsten vier bis acht Jahre sparen», so Maurer. «An einem Nein hätten wir jahrelang zu kauen.» Über die Vorlage wird am 12. Februar abgestimmt.

(sda/ise/chb)

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