Die Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Ausweitung der Luftangriffe auf Islamisten in Syrien und im Irak sind im Kongress auf vorsichtige Zustimmung gestossen. Abgeordnete beider Parteien erklärten nach Obamas Rede am Mittwochabend, man unterstütze den Kampf gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS).

Er sei oft anderer Meinung als der Präsident bei der Aussenpolitik, sagte der Republikaner Luke Messer aus Indiana. Gegen die Islamisten müsse man jedoch «als eine Nation zusammenstehen». Die führende Demokratin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, verwies auf Umfragen, denen zufolge 70 Prozent der Amerikaner Angriffe gegen die IS-Miliz befürworten.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Uneinigkeit bei Bewaffnung syrischer Rebellen

Uneinigkeit gab es allerdings bei der Frage, wie mit der vom Präsidenten beantragten Genehmigung von einer halben Milliarde Dollar für die Ausbildung und Bewaffnung gemässigter syrischer Rebellen umgegangen werden soll. Insbesondere einige Republikaner forderten eine umfassendere Abstimmung zu den Angriffen.

Dagegen verlautete aus Kreisen der Demokraten, einige ihrer Abgeordneten wollten genau ein solches «Kriegsvotum» vor der Kongresswahl Anfang November vermeiden, um ihre pazifistischen Wähler nicht vor den Kopf zu stossen. Obamas Berater sollen am Donnerstag hinter verschlossenen Türen mit den Spitzen des Kongresses das weitere Vorgehen diskutieren.

 
// >

(sda/ise/lur)