Die Zahl der palästinensischen Toten bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen ist auf neun gestiegen. Die palästinensische Nachrichtenagentur «Maan» berichtete am Montag, sieben von ihnen seien Mitglieder des bewaffneten Flügels der radikalislamischen Hamas.

Sechs der Hamas-Mitglieder seien bei dem Bombardement eines Tunnels im Grenzgebiet zu Ägypten ums Leben gekommen. Bei den Angriffen in dem Küstengebiet am Mittelmeer seien auch sechs Zivilisten verletzt worden, hiess es.

Die Luftschläge sind eine Reaktion Israels auf Dutzende Raketen, die militante Palästinenser seit Tagen auf israelische Ortschaften abfeuern.

«Schwerwiegende Eskalation»

Auslöser für die neuen Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern waren die Entführung und die Ermordung von drei jüdischen Teenagern sowie der mutmassliche Rachemord an einem palästinensischen Jugendlichen. In letzterem Fall nahm die israelische Polizei am Sonntag sechs jüdische Tatverdächtige fest.

Angesichts der Gewalt wächst die Sorge vor einem neuen Gaza-Krieg sowie einem neuen Palästinenseraufstand. Der Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri beschrieb die israelischen Luftangriffe als «schwerwiegende Eskalation». Suhri drohte: «Der Feind wird den Preis zahlen.»

Hamas hat bereits gedroht, man werde «neue Ziele» in Israel angreifen. Bei dem letzten grossen Schlagabtausch im November 2012 hatte Hamas auch die israelischen Grossstädte Tel Aviv und Jerusalem angegriffen.

(sda/dbe/sim)