SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will Briefkastenfirmen verbieten lassen und fordert noch stärkere Bemühungen in Europa, um wirksamer gegen Steuerflucht vorzugehen. «Deshalb ist meine erste Forderung, den internationalen Druck dahingehend zu erhöhen, dass solche anonymen Briefkastenfirmen verboten werden», sagte der Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Radio NDR Info.

Zudem sollten alle Staaten verpflichtet werden, einen automatischen Informationsaustausch zu organisieren. Dies geschehe zwischen den meisten, aber nicht allen EU-Ländern. Zuletzt hatte sich Luxemburg dem internationalen Druck gebeugt und will sein Bankgeheimnis lockern. Ab 2015 soll der automatische Datenaustausch aufgenommen werden.

Steinbrück bekräftigte zudem, für Banken müssten strengere Auflagen gelten. Der SPD-Politiker hatte zuletzt ein Acht-Punkte-Plan erarbeitet, um von der Debatte zur Bekämpfung von Steueroasen zu profitieren und seinen grossen Rückstand auf Merkel bis zur Bundestagswahl noch aufzuholen.

(tke/chb/reuters)

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