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Kritik
Argentinien entrüstet über britische Falkland-Pläne

Argentinischer Soldatenfriedhof vom Falklandkrieg: England verstärkt Präsenz. Keystone

In einem Brief an die Uno hat die argentinische Regierung die «Militarisierung des Südatlantiks» angeprangert. Hintergrund ist die britische Ankündigung die Verteidigung der Falklandinseln auszubauen.

Veröffentlicht am 31.03.2015

Argentinien hat die geplante Ausweitung der britischen Militärpräsenz auf den Falklandinseln kritisiert. In einem Schreiben an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete Aussenminister Héctor Timerman die «britische Militarisierung des Südatlantiks» am Montag als Ursache «unnötiger Spannung».

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon hatte angekündigt, zwei grosse Transporthelikopter auf die Inselgruppe zu entsenden, um die Reaktionsfähigkeit der dort stationierten Truppen zu erhöhen. Er begründete dies mit einer Bedrohung des britischen Überseegebiets durch Argentinien.

Argentinien will Verhandlungen

Die von Fallon erwähnte Gefahr sei nicht glaubhaft, schrieb Timerman. Es sei ein Versuch der Rechtfertigung der Militärpräsenz einer Kolonialmacht. Argentinien habe seit Wiederherstellung der Demokratie eine Politik des Dialogs und friedlicher Verhandlungen verfolgt, um die Kontroverse über den Status der Inseln zu lösen. Der Aussenminister bat Ban, London zu Verhandlungen aufzufordern.

Die Falklandinseln liegen rund 400 Kilometer vor Argentinien. Sie waren 1833 nach längerem Streit britisch geworden, Argentinien hat seinen Anspruch aber nicht aufgegeben. 1982 waren sie während des Falklandkriegs zehn Wochen lang von Argentinien besetzt. 2013 hatten sich die Bewohner für den Verbleib bei Grossbritannien ausgesprochen.

(sda/gku/moh)

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