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Gewerkschaften
Argentinien steht still wegen Transport-Streik

Argentinien: Das Land ist paralysiert. Keystone

Argentiniens Lage bleibt angespannt. Neben den ständigen Politkämpfen um Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner und die Milliardenschulden des Landes kommt nun auch noch ein Grossstreik dazu.

Veröffentlicht am 10.06.2015

Ein Streik der Transportgewerkschaften hat das Wirtschaftsleben in Argentinien weitgehend lahmgelegt. Streikposten blockierten mehrere Zufahrtsstrassen in Buenos Aires, wie der Nachrichtensender TN berichtete.

Zu den 24-stündigen Protesten war von oppositionellen Gewerkschaften aufgerufen worden. Sie fordern freie Tarifverhandlungen. Die Regierung hatte den Lohnerhöhungen eine Obergrenze von 27 Prozent gesetzt. Nach Angaben der streikenden Gewerkschaften übersteigen die Inflationserwartungen aber diesen Prozentsatz.

Fünfter grosser Streik

«Es handelt sich um einen politischen Streik, der Verwirrung stiften soll», erklärte Kabinettschef Aníbal Fernández. Es ist bereits die fünfte grosse Streikbewegung gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner.

Der Bahn- und Busverkehr stand am Dienstag vollkommen still, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Télam. Flüge wurden grösstenteils gestrichen. Die grösseren Industrie-Gewerkschaften und die Bankangestellten haben sich dem Ausstand nicht angeschlossen.

(sda/chb)

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