Nach Unruhen in der Südkaukasusrepublik Armenien hat Regierungschef Owik Abramjan seinen Rücktritt erklärt. Die armenische Gesellschaft sei bei wichtigen politischen Themen tief gespalten, sagte Abramjan am Donnerstag in der Hauptstadt Eriwan. «Daher ist es uns nicht möglich, für wichtige Probleme - von Chancengleichheit bis zum Kampf gegen Korruption – eine rasche Lösung zu finden», sagte er örtlichen Medien zufolge.

Ende Juli hatten bewaffnete Regierungsgegner tagelang ein Polizeirevier in Eriwan besetzt. Dabei waren mehrere Menschen getötet worden. Die Aktion war von Demonstrationen begleitet worden. Der 58-jährige Abramjan war seit April 2014 Regierungschef. Als möglicher Nachfolger gilt Berichten zufolge der ehemalige Bürgermeister von Eriwan, Karen Karapetjan. Abramjan ist der stellvertretende Vorsitzende der Republikanischen Partei, die von Staatspräsident Sersch Sargsjan geführt wird.

(sda/mbü/ama)