In der Schweiz sind im vergangenen Jahr 27'207 Asylgesuche eingereicht worden. Das sind fast ein Drittel oder 12'316 Gesuche weniger als im Vorjahr. Für 2017 rechnet das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit einer noch leicht tieferen Zahl.

Der Rückgang ist in erster Linie auf die Schliessung der Balkanroute im März 2016 zurückzuführen, wie das SEM in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Denn in den letzten vier Monaten des Jahres 2015 war noch ein starker Zustrom von Migrantinnen und Migranten über diese Route verzeichnet worden. Seit der Schliessung seien nur noch relativ wenige Asylsuchende auf diesem Weg in die Schweiz gelangt.

Zwei Knackpunkte im Jahr 2017

Wichtigstes Herkunftsland der Asylsuchenden 2016 blieb Eritrea. Allerdings ging die Zahl der Gesuche gegenüber dem Vorjahr um 4788 auf 5178 zurück. Zweitwichtigstes Herkunftsland ist Afghanistan mit 3229 Gesuchen. Danach folgen Syrien (2144 Gesuche) und Somalia (1581 Gesuche).

Für das Jahr 2017 rechnet das SEM mit 24'500 Asylgesuchen. Je nach Entwicklung seien aber auch bis zu 32'000 Gesuche möglich. Dies hänge unter anderem von der Entwicklung auf der Mittelmeerroute ab und ob das Flüchtlingsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Türkei bestehen bleibe.

(sda/gku/jfr)

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