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Athen kürzt Top-Gehälter im Bankenrettungsfonds

Euro-Noten: Für den Chef des Rettungsfonds soll es weniger geben. Keystone

«Eine Provokation für die Gesellschaft» - so bezeichnet das griechische Finanzministerium den Lohn der Führungskräfte des Bankenrettungsfonds. Jetzt wird gekürzt - und nach neuem Personal gesucht.

Veröffentlicht am 22.05.2015

Griechenland kürzt die Gehälter für die Führungskräfte seines Bankenrettungsfonds drastisch. Sie werden um 40 Prozent gesenkt, kündigte das Finanzministerium in Athen an. Dadurch spare der klamme Staat mehr als 300'000 Euro jährlich.

Die Höhe der Gehälter sei «eine Provokation für die griechische Gesellschaft, da die Einkommen im privaten wie im öffentlichen Sektor geschrumpft sind», hiess es zur Begründung. Die Kürzungen bedürfen noch der Zustimmung durch die internationalen Geldgeber, die mit ihren Hilfszahlungen eine Staatspleite verhindern. Es würden keine Einwände erwartet, erklärte das Ministerium.

215'000 Euro für den Chef

Der Bankenrettungsfonds ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer und einem Verwaltungsratschef, nachdem die bisherigen Amtsinhaber ihre Posten in den vergangenen Wochen aufgegeben haben. Das Jahresgehalt des Geschäftsführers liege derzeit bei 215'000 Euro, das des Verwaltungsratschefs bei 175'000 Euro, erklärte das Ministerium.

(sda/tno/ama)

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