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Schuldenlast
Athen rudert in Sachen Privatisierungsstopp zurück

Alexis Tsipras: Seine Regierung ändert den Kurs. Keystone

Anscheinend krebst die griechische Regierung beim Privatisierungsstopp zurück. Um den Schuldenberg zu drücken, bleiben Veräusserungen von Staatsbesitz weiterhin Thema.

Veröffentlicht am 05.02.2015

Die neue Links-Rechts-Regierung in Athen hat die Führung der griechischen Privatisierungsbehörde nun doch gebeten, am Steuer zu bleiben. Der vor fünf Tagen geforderte Rücktritt des Vorstands der Behörde (TAIPED-HRADF) sei damit hinfällig.

Dies berichtete der staatliche griechische Rundfunk am Donnerstag. Analysten werteten den Schritt als eine klare Kursänderung der Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipas. Die Privatisierungen sind ein wichtiges Instrument, um den Schuldenberg Griechenlands zu drücken.

«Agentur der Staatsbesitztümer»

Wie es aus Regierungskreisen am Donnerstag hiess, soll der Privatisierungsfonds demnächst in «Agentur der Staatsbesitztümer» umbenannt werden. Unklar war, in welchem Umfang die Privatisierungen nun stattfinden sollen.

Die Regierung hatte gleich nach dem Wahlsieg erklärt, Pläne für den Verkauf von Teilen der Elektrizitätsgesellschaft DEI, die teilweise Verpachtung der Häfen von Piräus und Thessaloniki, die Privatisierung der griechischen Eisenbahnen sowie staatlicher Raffinerien würden auf Eis gelegt.

 (sda/ise/ama)

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