Trotz seiner akuten Finanznöte will Griechenland seine anstehenden Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erfüllen. Dies sagte Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis am Donnerstag in Athen auf die Frage, ob das Land die am Dienstag anstehende Summe von 750 Millionen Euro zahlen werde. Am Montag beraten die Euro-Finanzminister erneut über einen Ausweg aus dem monatelangen Schuldenstreit.

In den Gesprächen mit den Gläubigern könne sich das Land jedoch nicht um einer Einigung willen auf alles einlassen, betonte der Regierungssprecher. Insbesondere auf den Feldern Arbeitsmarkt und Pensionen gebe es eine «rote Linie». Beide Seiten müssten Kompromisse eingehen.

Die Regierung in Athen ist wegen ihrer klammen Kassen dringend auf weitere Kredite der Geldgeber angewiesen, streitet mit dem IWF und den Euro-Staaten aber über Reform-Auflagen. Konkret geht es um 7,2 Milliarden Euro aus dem Ende Juni auslaufenden Hilfsprogramm.

(reuters/dbe)