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Atomabkommen: Der Iran hält sich an den Deal

Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei: Der Iran hält sich an das Atomabkommen. Keystone

Die Atomenergiebehörde gibt dem Iran eine gute Note: Die islamische Republik halte sich an das Atomabkommen. Von ihren Sanktionen wollen die USA aber dennoch nicht abrücken.

Veröffentlicht am 02.06.2017

Der Iran hält sich nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) an das vor zwei Jahren mühsam ausgehandelte Atomabkommen. Dies geht aus einem Bericht der IAEA in Wien hervor.

Die iranischen Vorräte an angereichertem Uran seien unter der erlaubten Höchstmenge von 300 Kilogramm, teilte die IAEA am Freitag mit. Der Iran habe auch seine Verpflichtungen bezüglich der Herstellung von Schwerwasser erfüllt. Dies wird in Reaktoren verwendet, die atomwaffenfähiges Plutonium herstellen können.

Durchbruch im 2015

Mit dem in 2015 Wien geschlossenen Abkommen zwischen dem Iran und den USA, Russland, China, Frankreich, Grossbritannien und Deutschland sollte die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden.

Der Iran unterwirft mit dem Vertrag unter anderem seine Urananreicherung bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrollen durch die IAEA. Im Gegenzug sollte der Westen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufheben.

Vorwürfe von Trump

Die USA halten jedoch mehrere Sanktionen aufrecht. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran während seines Besuches im Nahen Osten vorgeworfen, die Führung in Teheran fühle sich wegen des Atomdeals unverwundbar und unterstütze weiterhin Terrororganisationen.

(sda/mbü)

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