Die Swiss Luftfahrtstiftung macht sich angesichts der Konkurrenz aus den Golfstaaten Sorgen um die Anbindung der Schweiz an den internationalen Flugverkehr. Das Erstarken der Airlines aus dem mittleren Osten könnte indirekt die Eigenständigkeit der Fluggesellschaft Swiss gefährden, warnte sie.

In der kurzen Frist bestehe zwar keine Gefahr, sagte Stiftungsratspräsident Moritz Leuenberger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Wenn die zunehmende Konkurrenz aus dieser Region aber zu einer Kannibalisierung auf dem europäischen Markt führen würde, könnte die Eigenständigkeit der Swiss wieder in Frage gestellt werden.»

Internationale Anbindung der Schweiz im Auge

Die Swiss Luftfahrtstiftung war 2005 infolge der Übernahme der Schweizer Airline durch den deutschen Lufthansa-Konzern gegründet worden. Sie hat in erster Linie eine beobachtende Funktion und soll vor allem die Anbindung der Schweiz an den internationalen Luftverkehr im Auge behalten.

Anzeige

Um diese Anbindung gewährleisten zu können, müsse die Swiss dem wachsenden Konkurrenzdruck auch finanziell standhalten können, heisst es im Communiqué. Die Stiftung stärkte dem Unternehmen im schwelenden Streit um Flughafengebühren den Rücken.

Sie habe «Verständnis für die Forderung der Swiss nach massvollen Flughafengebühren». Die Fluggesellschaft hatte vergangenes Jahr beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die ihrer Meinung nach zu hohen Gebühren am Flughafen Zürich erhoben.

(sda/chb)