1. Home
  2. Politik
  3. Auch Moskau plant Sanktionen

Handelsstreit
Auch Moskau plant Sanktionen

Salzgitter
Russland meldet bei der Welthandelsorganisation mögliche Sanktionen auf US-StrafzölleQuelle: Keystone

Ein Schaden von 538 Millionen Dollar entstehe in Russland durch die US-Zölle auf Stahl und Aluminium. Moskau prüft nun Sanktionen.

Veröffentlicht am 23.05.2018

Russland hat bei der Welthandelsorganisation (WTO) mögliche Sanktionen gegen die Vereinigten Staaten als Reaktion auf die US-Strafzölle für Stahl und Aluminium angemeldet. In der Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag, wurden die US-Strafzölle als protektionistische Massnahmen bezeichnet, auf die andere Länder gemäss internationalem Handelsrecht ihrerseits mit der Verhängung entsprechender Massnahmen reagieren dürfen.

Durch die amerikanischen Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und von zehn Prozent auf Aluminium entstehe Russland ein Schaden von schätzungsweise 538 Millionen Dollar (457 Millionen Euro), heisst es in der Mitteilung weiter.

Bei den von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen gilt für die EU noch bis zum 1. Juni eine vorläufige Ausnahme. Vorsorglich informierte die EU-Kommission die WTO am Freitag jedoch offiziell darüber, dass auch sie zur Verhängung von Gegenmassnahmen bereit sei.

Die Kommission legte eine Liste von US-Produkten vor, die «in der Zukunft» mit zusätzlichen Importzöllen belegt werden könnten. Auch China wandte sich wegen der Strafzölle bereits an die WTO.

(sda/bnm/tdr)

Anzeige