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Alarm
Auf den Malediven herrscht der Ausnahmezustand

Polizisten untersuchen verdächtiges Auto: Regierungsgegner machen Angst. Keystone

Auf dem beliebten Ferienziel geht die Angst vor Regierungsgegnern um. Jetzt hat die Regierung wegen «Bedrohung nationaler Sicherheit» den Notstand für 30 Tage erklärt.

Veröffentlicht am 04.11.2015

Die Regierung der Malediven hat für 30 Tage den Notstand ausgerufen. Grund seien nicht näher erläuterte «Bedrohungen der nationalen Sicherheit», hiess es nach Angaben eines Präsidentensprechers in der Hauptstadt Malé.

Die Sicherheitsmassnahmen wurde nach Inkrafttreten des Ausnahmezustands verstärkt. Auf Twitter wurde spekuliert, dass der Zeitpunkt mit geplanten Demonstrationen von Regierungsgegnern in den kommenden Tagen zusammenhängen könnte. Die Webseiten führender Zeitungen wären nicht mehr erreichbar, hiess es weiter.

Attentat auf Präsidenten

Nach einer Explosion auf dem Schnellboot von Präsident Abdulla Yameen im September war vergangenen Monat Vizepräsident Ahmed Adheeb festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, in den mutmasslichen Anschlag auf den Präsidenten verwickelt zu sein.

Adheeb hat die Anschuldigungen zurückgewiesen. Yameen überlebte die Explosion unversehrt, seine Frau wurde am Rücken verletzt.

Der Präsident war am 28. September nach einer Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien auf dem Flughafen Hulhule gelandet. Von dort war er mit dem Boot auf dem Weg in die maledivische Hauptstadt Malé, als sich die Explosion ereignete. In Saudi-Arabien hatte Yameen an der Pilgerfahrt Hadsch teilgenommen.

(sda/dbe/ama)

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