Russische Soldaten sind am Samstag in den ukrainischen Luftwaffenstützpunkt Belbek auf der Krim eingerückt. Mit gepanzerten Fahrzeugen und automatischen Waffen im Anschlag betraten sie die Basis bei Sewastopol, wo die russische Schwarzmeer-Flotte stationiert ist.

Es waren Schüsse zu hören. Der Befehlshaber des Stützpunktes, Oberst Julij Mamtschur, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er werde zu Gesprächen abgeführt. Bei der russischen Aktion sei mindestens ein Ukrainer verletzt worden.

Belbek war eine der letzten Militäreinrichtungen auf der Krim, die sich noch unter ukrainischer Kontrolle befinden.

Pro-russische Demonstranten stürmen ukrainische Lufwaffenbasis

Zuvor hatten am Samstag rund 200 pro-russische Demonstranten eine ukrainische Luftwaffenbasis in Nowofedorowka im Nordwesten der Krim gestürmt. Ukrainische Militärangehörige verbarrikadierten sich zunächst in den Gebäuden der Basis, gaben nach Verhandlungen mit russischen Truppen aber dann auf und verliessen die Basis.

Am vergangenen Sonntag hatten die Bewohner der Krim in einem Referendum für eine Angliederung an Russland gestimmt. Das russische Parlament und die Regierung in Moskau beschlossen daraufhin die Aufnahme der Schwarzmeer-Halbinsel.

Die ukrainische Übergangsregierung in Kiew hält die Volksabstimmung für illegal. Auch die Europäische Union und die USA kritisierten das Referendum scharf und reagierten mit Sanktionen, darunter Einreiseverbote und Kontensperrungen für russische ukrainische Verantwortliche.

(sda/dbe)