«Liebe Nachbarn, hört nicht hin», beschwichtigt ein Leser der Nachrichtenseite «Spiegel Online» die Deutschen. Und er ist nicht der einzige Schweizer, der in der Debatte, die sich in den Kommentarspalten der deutsche Medien entwickelt hat, dazu anregt, die SVP-Politikerin Natalie Rickli nicht so ernst zu nehmen.

Vor etwas mehr als einer Woche hatte sich Rickli bei «Tele Züri» über zu viele Deutsche in der Schweiz beklagt. Diese erzeugten riesigen Druck auf Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Strassen und Schulen, sagte die Nationalrätin.

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„Ventilklausel“ für Zuwanderer gefordert: Schweizer Politikerin: „Zu viele Deutsche im Land“ - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/ventilklausel-fuer-zuwanderer-gefordert-schweizer-politikerin-zu-viele-deutsche-im-land_aid_741839.html

Im Interview mit dem «Sonntagsblick» legte sie nun nach: «Einzelne Deutsche stören mich nicht, mich stört die Masse», sagte Rickli. Die Diskussion über die Zuwanderung sei wichtig und nötig. «Mitte-links-Politiker und Journalisten werfen mir einen Satz vor, statt über verfehlte Zuwanderungspolitik zu reden», so die SVP-Frau. «Deutsche nehmen Leuten vom Balkan die Arbeitsplätze weg. Diese werden arbeitslos und für uns zur Belastung.» Sie bekomme Mails vieler Bürger, die wegen jüngerer Deutschen die Stelle verlieren würden.

Eigentlich sollte das Interview die Wogen etwas glätten - doch funktioniert hat das nicht. Erstaunlich allerdings: Während viele Schweizer die Politikerin für ihre Aussagen kritisieren, fühlt sich so mancher in Deutschland offenbar zur Reflexion angeregt. «So ein Gefühl, als unwillkommener Ausländer gesehen zu werden, ist heilsam und lehrt Toleranz, Geduld und Offenheit», kommentiert etwa ein Deutscher, der früher in Zürich wohnte, auf «Focus Online».

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(Redaktionelle Mitarbeit: Sandra Steinauer)