US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat mit harten Worten über die Anhänger ihres Rivalen Donald Trump für Aufregung gesorgt. Trump warf Clinton daraufhin die Beleidigung von «Millionen» Menschen vor. Nach grossem Medienwirbel schwächte die Demokratin die abfällige Äusserung über Unterstützer ihres republikanischen Rivalen ab.

Die Präsidentschaftskandidatin hatte am Freitag unter anderem auf Rassismus und Ausländerfeindlichkeit unter Trump-Anhängern verwiesen: «Krass verallgemeinert: Man kann die Hälfte der Trump-Unterstützer da hineinstecken, was ich einen Sack von Kläglichen (basket of deplorables) nenne.»

Vorurteile und Paranoia

In einer am Samstag veröffentlichten Erklärung räumte Clinton ein, dass es nie «eine gute Idee» sei, etwas grob zu verallgemeinern. Sie bedauere es, von der «Hälfte» der Trump-Unterstützer gesprochen zu haben.

Wirklich «kläglich» sei aber unter anderem, dass Trump seinen Wahlkampf weitgehend auf Vorurteilen und Paranoia aufgebaut und eine nationale Plattform für hasserfüllte Sichtweisen geboten habe.

Das Wahlkampflager des Republikaners hatte Clintons ursprüngliche Äusserung als Beleidigung von «Millionen hart arbeitenden Menschen» angeprangert und eine Entschuldigung gefordert.

Am 8. November wird gewählt

In den US-Medien zählte der Angriff auf die Anhänger von Trump zu den beherrschenden Themen, auch den Demokraten zuneigende Analysten meinten, dass Clinton mit der Kritik einen Fehler begangen haben könnte.

In den USA wird am 8. November ein neuer Präsident gewählt. In den Umfragen war Ex-Aussenministerin Clinton zuletzt wieder abgerutscht, nachdem sie zuvor zeitweise deutlich vor Trump gelegen hatte.

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(sda/moh)