Während die Stimmlokale beim italienischen Verfassungsreferendum noch geöffnet sind, gibt es Aufregung um jene Bleistifte, die den Wählern mit den Stimmzetteln übergeben werden. Die Bleistifte seien «radierbar« und daher ungültig, meldeten Wähler aus mehreren Orten.

Die Gegner des Verfassungsreferendums wittern bereits Wahlbetrug. Sie befürchten, dass wegen der «radierbaren« Bleistifte die Wahlzettel manipuliert werden könnten. Vor der Wahl hatten die «Nein«-Befürworter vor Wahlbetrug mit den Stimmen der vier Millionen Auslandsitaliener gewarnt.

Höhere Wahlbeteiligung im Norden

Indes laufen die Wahlprozeduren nach Plan weiter. Staatspräsident Sergio Mattarella gab in seiner Heimatstadt Palermo seinen Wahlzettel ab. Ministerpräsident Matteo Renzi und seine Frau Agnese wählten in einem Wahllokal in ihrem Heimatort Pontassieve bei Florenz.

Um Mittag hatten knapp 20 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Die Wahlbeteiligung war in Norditalien höher als im Süden. Die höchste Beteiligung wurde in der Linken-Hochburg Bologna mit 26,6 Prozent gemeldet. Die Stimmlokale sind bis 23 Uhr offen.

(sda/me)