Die Ecopop-Initiative erhält Sukkurs von der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns). Die Auns-Mitgliederversammlung beschloss am Samstag in Winterthur mit 315 gegen 52 Stimmen die Ja-Parole zur Vorlage, über die am 30. November abgestimmt wird.

Der Auns-Vorstand hatte mit einer knappen Mehrheit die Ablehnung der Initiative «Stopp der Überbevölkerung - zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen« empfohlen, wie Auns-Präsident und SVP-Nationalrat Lukas Reimann sagte.

«Druck muss aufrecht erhalten werden»

Ein Antrag auf Stimmfreigabe wurde von den Auns-Mitgliedern mit 278 gegen 78 Stimmen abgelehnt. Ein Mitglied des Ecopop-Initiativkomitees hatte die Meinung vertreten, es sei hilfreicher, wenn die Auns auf eine Parole verzichte, denn dann gebe es in der Abstimmung mehr Ja-Stimmen aus dem Mitte-Links-Lager.

Für ein Ja votierte an der Mitgliederversammlung SVP-Nationalrat Pirmin Schwander (SZ). Nach dem Ja des Volkes zur Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar müsse der Druck aufrecht erhalten werden. Die Diskussionen über die Umsetzung der Initiative zeigten, dass dies notwendig sei, sagte Schwander.

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«Desaster von ungewissem Ausmass»

Auf verlorenem Posten stand Luca Maggi, Vizepräsident der Grünen Schweiz, der für ein Nein warb. Seine Warnung, wonach die Annahme der Initiative zu einem «Desaster von ungewissem Ausmass» führen werde, fand kein Gehör.

Ebenfalls Ja sagt die Auns zur Initiative «Rettet unser Schweizer Gold« aus SVP-Kreisen. Die Ja-Parole fassten die Mitglieder mit 394 gegen 4 Stimmen. Für die Goldinitiative warb Nationalrat und Auns-Vizepräsident Luzi Stamm (SVP/AG), dagegen votierte Luca Maggi.

(sda/me/chb)