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Ausgaben für Gesundheit auf Rekordstand

Neu eingerichteter OP-Saal in Lausanne: Kosten in Spitälern steigen.   Keystone

Die Gesundheitskosten in der Schweiz sind 2012 auf einen Höchststand geklettert. Pro Einwohner fielen monatlich 709 Franken an.

Veröffentlicht am 13.05.2014

Die Gesundheitskosten sind 2012 im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent auf 68,0 Milliarden Franken gestiegen. Sie machten damit 11,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) aus, gegenüber 11,0 Prozent im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Das ist ein neuer Höchststand.

Der Anstieg der Gesundheitsausgaben lag über dem durchschnittlichen Wachstum von 4,3 Prozent im Mittel der vergangenen fünf Jahre. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr wird insbesondere auf die Spitalausgaben zurückgeführt, die um 9,8 Prozent zunahmen.

Mehr Ausgaben für Krankenhäuser

Von den Mehrausgaben in der Höhe von 3,4 Milliarden Franken in diesem Bereich entfielen 2,3 Milliarden Franken auf die Ausgabensteigerung in Krankenhäusern. Der Systemwechsel in der Finanzierung mit der Umstellung auf diagnosebezogene Fallpauschalen (DRG) habe im Jahr der Einführung die Dateninterpretation der Spitalkostenentwicklung erschwert, schreibt das BFS weiter.

Wie in den vergangenen Jahren seien vier Fünftel der 68 Milliarden Franken Gesundheitsausgaben durch die Grundversicherung gemäss Krankenversicherungsgesetz (35,8 Prozent), die privaten Haushalte (25,2 Prozent) und den Staat (20,2 Prozent) getragen worden.
709 Franken pro Monat und Einwohner

In der Schweiz wurden im Gesundheitswesen monatlich 709 Franken pro Einwohner ausgegeben. 254 Franken pro Person konnten laut BFS mit Leistungen aus der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt werden, 44 Franken durch Versicherungen wie die AHV, die IV und die Unfallversicherungen, 32 Franken durch andere Träger der sozialen Sicherheit und bedarfsabhängige Sozialleistungen sowie 51 Franken mit Zusatzversicherungen.

Jeder Haushalt zahlt 178 Franken monatlich selbst

143 Franken habe der Staat beigetragen und sieben Franken seien von privatrechtlichen Stiftungen finanziert worden. So hätten Haushalte, zusätzlich zu den Versicherungsprämien, einen Restbetrag von 178 Franken bezahlen müssen. Dabei habe es sich vor allem um Leistungen für Pflegeheime, Zahnarztleistungen sowie Kostenbeteiligungen (ambulant und stationär) an der Krankenversicherung gehandelt.

(sda/me/sim)

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