Die Ausgleichsfonds der Sozialversicherungen AHV, IV und EO haben 2012 von guten Aktienmärkten und Kursgewinnen auf Fremdwährungen profitiert. Aus dem Gesamtvermögen von 28,5 Milliarden Franken resultierte eine Nettorendite von 6,4 Prozent.

Aus dem reinen Anlagevermögen - dem Vermögen, das die liquiden Mittel nicht miteinbezieht - wurde eine Rendite von 7 Prozent erzielt. Die Verantwortlichen für die Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO sprachen am Freitag vor den Medien in Zürich von einem «positiven Ergebnis». Im Vorjahr lag die Rendite aus dem Anlagevermögen lediglich bei 1,53 Prozent.

Die unterschiedliche Anlagepolitik, die sich den spezifischen finanziellen Verpflichtungen der einzelnen Sozialwerke anpasse, habe sich bewährt, sagte Marco Netzer, Verwaltungsratspräsident der Ausgleichsfonds. Zum guten Ergebnis beigetragen hätten insbesondere die im Verlaufe des Jahres getroffenen Massnahmen im Bereich des Risikomanagements sowie bei der Währungsabsicherung.

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Seit 2011 werden die Fonds der Sozialversicherungen AHV, IV und EO getrennt, mit je eigenem Risikoprofil, bewirtschaftet. Die Renditen waren im vergangenen Jahr denn auch unterschiedlich. Bei den Anlagen für AHV und EO beliefen sich diese auf 6,8 Prozent, bei jenen für die IV auf 4,5 Prozent.

Die Zahlen basieren auf provisorischen Angaben. Die definitiven und revidierten Resultate des AHV/IV/EO-Ausgleichsfonds sowie das Betriebsergebnis werden im Laufe des Monats März bekannt gegeben.

Weniger externe Mandate

Die Ausgleichsfonds AHV/IV/EO werden von einem gemeinsamen, vom Bundesrat gewählten Verwaltungsrat geführt. Sie haben für eine «marktgerechte Rendite» beim Vermögen zu sorgen und die nötige Liquidität sicherzustellen.

Die Ausgleichsfonds mit Sitz in Genf sind nicht Teil der Bundesverwaltung, sondern arbeiten selbstständig im Auftrag des Bundes. Personell wurden sie in den vergangenen Jahren stark ausgebaut und die Zahl der externen Mandate verringert.

Von den 37 Mandaten wurden im vergangenen Jahr deren 20 extern vergeben. 60 Prozent des Anlagevermögens wurden dagegen von den rund 40 Mitarbeitenden selbst verwaltet.

(tke/aho/sda)