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Hilfsleistungen
Ausländische Gelder für Kampf gegen Geldspielgesetz

Pokerchips: Die ausländischen Anbieter wollen in der Schweiz mitmischen. Pixabay

Bis Mitte Januar bleibt den Gegner des Geldspielgesetzes Zeit für das Unterschriftesammeln. Dabei kann das Referendumskomitee auf die finanzielle Unterstützung von internationalen Anbietern zählen.

Veröffentlicht am 07.11.2017

Das Referendumskomitee gegen das Geldspielgesetz wird von ausländischen Onlinespiel- und Wettanbietern finanziell unterstützt. Sie können durch das Gesetz blockiert werden, das im vergangenen Herbst vom Parlament verabschiedet wurde.

Bei den zahlenden Unterstützern handele es sich um Gesellschaften wie Poker Stars, Interwetten und Bwin, sagte Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen, am Dienstag auf Anfrage. Er bestätigte einen entsprechenden Artikel der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin».

Junge machen gemeinsame Sache

Wie hoch der erhaltene Betrag gewesen sei, sagte Silberschmidt nicht. Die vom Referendumskomitee beauftragte Agentur CR Kommunikation sprach von einem Zustupf in der Grössenordnung von einer halben Millionen Franken.

Das «Komitee gegen Internetzensur und digitale Abschottung» hatte das Referendum gegen das Geldspielgesetz Mitte Oktober ergriffen. Im Komitee sind die Jungfreisinnigen, die Jungen Grünliberalen sowie die Junge SVP vertreten. Sie kritisieren das Gesetz als protektionistisch und bevormundend. Damit werde eine Abschottung gegenüber der ausländischen Konkurrenz errichtet.

Frist läuft Mitte Januar ab

Auch andere Komitees hatten sich gegen die Gesetzesänderung gebildet: Zum einen das «Bündnis Junge Grüne», zum anderen das parteiübergreifende «Parlamentarische Referendumskomitee». Die Gegner haben bis zum 18. Januar 2018 Zeit, um die für das Zustandekommen des Referendums nötigen 50'000 Unterschriften zu sammeln.

(sda/jfr)

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