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NSA-Affäre
Aussenminister verteidigt Spähangriffe der USA

U.S. Secretary of State John Kerry: An der Asean-Pressekonferenz in Brunei. (Bild: Keystone)

Die Vereinigten Staaten sollen die diplomatischen Vertretungen der EU sowie mehrerer europäischer Staaten in den USA verwanzt haben. Das sei «nicht unüblich», verteidigt sich John Kerry.

Veröffentlicht am 01.07.2013

US-Aussenminister John Kerry hat Kritik an den Spähprogrammen der US-Geheimdienste zurückgewiesen. Es sei «nicht unüblich», dass Staaten Informationen über andere Länder sammelten, sagte Kerry am Montag nach einem Treffen mit der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton im südostasiatischen Brunei.

Einen Kommentar zu Medienberichten, wonach der US-Geheimdienst NSA diplomatische Vertretungen der EU sowie mehrerer europäischer Staaten in den USA verwanzt und ausgespäht haben soll, lehnte Kerry ab. Er könne sich dazu nicht äussern, weil er sich auf Reisen befinde, sagte der Aussenminister.

Laut einem Bericht des britischen «Guardian» spähte der US-Geheimdienst die diplomatischen Vertretungen Frankreichs, Italiens und Griechenlands in Washington und bei den Vereinten Nationen aus. Die NSA habe in den Botschaften und UNO-Vertretungen unter anderem Wanzen installiert und Kabel angezapft.

Das Magazin «Spiegel» hatte zuvor bereits über NSA-Lauschangriffe auf EU-Einrichtungen berichtet. Die Berichte stiessen auf heftige Empörung. EU-Kommissarin Viviane Reding drohte damit, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA ruhen zu lassen, sollten die Berichte zutreffen.

(tke/aho/sda)

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