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Aussenminister zeigen Einigkeit in Syrien-Frage

Aleppo: Mord an der Zivilbevölkerung. Keystone

Das Morden und Sterben in Aleppo müsse ein Ende haben, sagten die Aussenminister Frankreichs, Deutschlands und Italiens in Rom. Die Politiker tauschten sich auch über Migration aus.

Veröffentlicht am 12.10.2016

Der syrische Präsident Baschar al-Assad habe offenbar beschlossen, zur Rückeroberung Aleppos einen ganzen Stadtbereich auszulöschen, sagte der italienische Aussenminister Paolo Gentiloni. Ein Ende der Bombardierung «ist die Voraussetzung für alles weitere», sagte der französische Amtskollege Jean-Marc Ayrault.

Die Minister tauschten sich ausserdem über Migration aus: Um die Kooperation mit den afrikanischen Ländern in der Flüchtlingskrise voranzubringen, seien auch gemeinsame Besuche der Aussenminister auf dem Kontinent vorstellbar, kündigte Gentiloni an.

Staaten müssen effektiver werden

Mit Blick auf die Sicherheits- und Verteidigungspolitik betonte Steinmeier, Europa habe in der Vergangenheit die Möglichkeiten «bei weitem nicht ausgeschöpft». In dieser Hinsicht müsse die Staatengemeinschaft effektiver werden.

Unter den Mitgliedsstaaten gebe es aber eine grosse Bereitschaft, über gemeinsame Konzepte nachzudenken, etwa zivile militärische Kooperationen, die ein pures Verteidigungsbündnis wie die Nato ergänzen würden, statt Doppelstrukturen aufbauen.

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