Nach der Absage durch den neuen US-Präsidenten Donald Trump wollen Australien und Neuseeland das Pazifik-Freihandelsabkommen TPP retten. Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull sagte am Dienstag, der Ausstieg der USA sei zweifellos ein grosser Verlust. Er habe aber mit seinen Kollegen Shinzo Abe (Japan), Bill Englisch (Neuseeland) und Lee Hsien Loong (Singapur) darüber gesprochen, TPP ohne die Vereinigten Staaten voranzutreiben.

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«Es gibt gewiss die Möglichkeit, dass China TPP beitritt», ergänzte Turnbull. Der neuseeländische Handelsminister Todd McClay erklärte, er erwarte weitere Treffen mit TPP-Partnern in den kommenden Monaten.

Anstoss von Japan

Trump hatte am Montag per Erlass den Austritt aus dem gerade erst verhandelten TPP-Abkommen angeordnet. Für seinen Vorgänger Barack Obama war es eine wichtige Säule der Asien-Politik. Zudem will Trump eine Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta in Angriff nehmen.

Den Anstoss zu TPP gab vor allem Japan. Zu dem Bündnis gehören ferner unter anderem Kanada, Chile, Malaysia, Mexiko, Peru und Vietnam. Der japanische Wirtschaftsminister Nobuteru Ishihara sagte nun: «Unsere Auffassung, dass freier Handel die Grundlage von Wirtschaftswachstum ist, hat sich nicht geändert.»

(reuters/tno/mbü)