Die Schweizer Autoimporteure schlagen Alarm. Im Jahr 2020 darf die Neuwagen-Flotte im Schnitt nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen. «Diese Vorgabe erreichen wir nie und nimmer», sagt François ­Launaz (59), Präsident von Auto Schweiz.

Die Schweiz müsste den CO2-Ausstoss bis 2020 um knapp 35 Prozent senken, die EU nur um 25 Prozent. Ohne massiven Eingriff in die Flottenstruktur sei die Reduktion nicht machbar. «Die Schweizer könnten in der Schweiz nicht mehr die Autos kaufen, die sie wollen», sagt ­Launaz.

Mit EU-Durchschnitt verrechnen

Die Importeure fordern, dass der CO2-Ausstoss der Schweizer Neuwagen mit den EU-Neuwagen verrechnet wird. Dadurch würde der Durchschnittswert in Richtung EU-Mittel sinken. «Wenn die Schweiz schon ein EU-Gesetz übernimmt, dann soll sie es auch gleich anwenden wie die EU», sagt Launaz. Den Vorschlag will er der zuständigen Parlamentskommission unterbreiten.

Dort formiert sich Widerstand. «Die Schweizer Auto-Lobby muss sich endlich von ineffizienten Fahrzeugen verabschieden», sagt Bastien Girod (34), Nationalrat der Grünen. Statt das Gesetz zu verwässern, müsse der Schweizer Grenzwert auf 80 Gramm gesenkt werden. Davon werde auch der Kunde profitieren, sagt Girod: «CO2-effiziente Fahrzeuge sind über die gesamte Lebensdauer deutlich günstiger.»

(gku)