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Antrag
Babysitting soll AHV-pflichtig bleiben

Babysitting: Risiko von Schwarzarbeit. Keystone

Für die Sozialkommission macht eine Lockerung der AHV-Bestimmungen für Babysitting keinen Sinn. Schon jetzt sind aber Einkommen von weniger als 750 Franken im Jahr von der AHV-Beitragspflicht befreit.

Veröffentlicht am 12.01.2016

Die Sozialkommission des Ständerates (SGK) will die AHV-Bestimmungen für Babysitting nicht weiter lockern. Sie beantragt ihrem Rat einstimmig, eine parlamentarische Initiative aus dem Nationalrat abzulehnen, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

Für Sackgeldjobs von Jugendlichen gibt es bereits eine Ausnahme: Seit Anfang letzten Jahres sind Einkommen von Personen bis 25 Jahre, die in Privathaushalten angestellt sind und deren Lohn weniger als 750 Franken im Jahr beträgt, von der AHV-Beitragspflicht befreit. Das genüge, findet die Ständeratskommission. Eine weiterführende Lockerung würde in der Umsetzung Abgrenzungsprobleme schaffen und das Risiko von Schwarzarbeit erhöhen.

Nationalrat für weitgehende Lockerung

Der Nationalrat hatte der Initiative von Nadja Pieren (SVP/BE) für eine weitergehende Lockerung zugestimmt. Pieren verlangt, dass Babysitting bis zu einem Jahreslohn von 3000 Franken von der AHV-Beitragspflicht befreit wird - unabhängig davon, wie alt der Babysitter ist. Dies würde die Eltern entlasten und wäre im Sinne eines Bürokratieabbaus sinnvoll, argumentierte die SVP-Nationalrätin.

Die Gegner gaben zu bedenken, betroffen wären nicht nur Jugendliche, die gelegentlich Kinder hüteten, sondern unter Umständen auch Personen, die davon lebten, dass sie in mehreren Haushalten Kinder betreuten.

(sda/gku/chb)

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