Deutlicher zogen die Gewinnziffern an, wobei der Reingewinn nicht wie im Vorjahr von Verlustanteilen assoziierter Gesellschaften belastet wurde. Im Ausblick auf das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und stellt eine deutliche Steigerung des Gewinns in Aussicht.

Der Umsatz wurde um 7,3 Prozent auf 81,8 Millionen Franken gesteigert, entsprechend einem Plus in Lokalwährungen von 6,7 Prozent. Dies sei das beste Semester seit 2009, teilte das Unternehmen am Freitag mit. In einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld habe man sich insgesamt behauptet und die Marktstellung weiter ausgebaut.

Der Ebit stieg um 18 Prozent auf 12,8 Millionen Franken und die Ebit-Marge auf 15,6 von 14,2 Prozent im Vorjahr. Der Reingewinn verbesserte sich markant um 43 Prozent auf 10,4 Millionen. Diese Entwicklung wurde gestützt durch wegfallende Verlustanteile aus assoziierte Gesellschaften.

Alle Produktegruppen legen zu

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Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten beim Umsatz knapp erreicht, beim Gewinn dagegen leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 82,9 Millionen, für den Ebit bei 12,7 Millionen und für den Reingewinn bei 9,5 Millionen Franken.

Zum Umsatzplus hätten alle Produktegruppen beigetragen, schreibt Bachem. Der mit einem Umsatzanteil von über 50 Prozent grösste Bereich der Generika verzeichnete ein leichtes Plus auf 45,6 Millionen Franken. Das leichte Minus in Europa sei durch eine «erfreuliche» Umsatzsteigerung in den USA mehr als kompensiert worden.

Im Geschäftsbereich Forschungschemikalien hätten sich erste positive Auswirkungen der eingeleiteten Massnahmen zur Verbesserung der Organisation und des Marktauftritts gezeigt. Der Umsatz stieg hier um rund 14 Prozent, in gleicher Grössenordnung legte der Bereich New Chemical Entities (NCEs) zu. Der Bereich NCEs musste dabei noch hinnehmen, dass ein Kunde ein vor kurzem zugelassenes Produkt vom Markt nehmen musste. Mit einem Plus von knapp 30 Prozent habe sich bei NCEs auch das Service-Geschäft «äusserst erfreulich» entwickelt.

Kurz- und mittelfristig zuversichtlich

Für das Gesamtjahr 2013 stellt Bachem eine «wiederum deutliche Gewinnsteigerung zum Vorjahr» in Aussicht. Die im ersten Semester erneut verbesserte Profitabilität dürfte auch für die zweite Jahreshälfte Bestand haben. Die Voraussetzungen für ein solides, etwas stärkeres zweites Halbjahr seien gut, so dass man auch zuversichtlich sei, die angestrebte Umsatzsteigerung zum Vorjahr realisieren zu können. Im vergangenen März hiess es lediglich, dass im Gesamtjahr 2013 weiteres Umsatzwachstum und eine höhere Profitabilität angestrebt werde.

Auch mit Blick auf die mittelfristigen Ziele wähnt sich die Gruppe auf Kurs. Ausgehend von einem stabilen Währungs- und Wirtschaftsumfeld dürfte es möglich sein, den Umsatz in den nächsten Jahren kontinuierlich zu steigern. Die Profitabilität dürfte dabei überproportional zum Umsatz ansteigen, heisst es.

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(awp/tke)