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Aargau
Baden soll durch Fusionen kräftig wachsen

Altstadt von Baden: Die Gemeinde soll durch etliche Fusionen wachsen.  Monk/Wikimedia

Wird Baden bald zur kleinen Grossstadt? Neben Ennetbaden und Neuenhof könnten auch Wettingen und die beiden Siggenthal mit Baden zu einer neuen Gemeinde zusammengeführt werden.

Veröffentlicht am 15.06.2014

Baden soll nicht nur mit Ennetbaden und Neuenhof zu einer 30'000-Einwohner-Stadt fusionieren, wie dies Stadtammann Geri Müller (Grüne) bis 2018 erreichen möchte. Nein, sogar eine 70'000er Gemeinde wäre sinnvoll, heisst es jetzt. Damit würde «Grossbaden» mit St. Gallen gleichziehen und in die Top 10 der Schweizer Städte vorstossen, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet.

Seit die Gemeindeversammlung Ennetbaden vor zehn Tagen knapp dafür gestimmt hat, eine Fusion mit Baden zu prüfen, ist die «Grossstadt» Baden in aller Munde. Stadtammann Geri Müller (Grüne) kündigte vergangenen Sonntag an, auf 2018 hin nicht nur mit Ennetbaden, sondern auch mit Neuenhof fusionieren zu wollen. Und jetzt geht Ennetbadens Gemeindeammann Pius Graf (SP) noch weiter: Für den Fall einer Fusion müsste man über Baden/Ennetbaden/Neuenhof hinausdenken. Auch Wettingen und die beiden Siggenthal müssten einbezogen werden: «Je grösser die Stadt, desto mehr Gewicht hätte sie», sagt Graf.

Regionalstadt Baden-Wettingen

Damit kommt die Regionalstadt Baden-Wettingen wieder auf die Agenda. Dass die Diskussion wiederbelebt wird, begrüsste Badens Ex-Stadtammann Josef Bürge (CVP). «In 20 bis 30 Jahren werden die meisten Gemeinden keine Mittel mehr haben, um ihre Eigenheiten zelebrieren zu können», sagt er zur «Schweiz am Sonntag». Der frühere Präsident des Planungsverbandes Baden Regio betont, es sei höchste Zeit und nun beste Gelegenheit, diesen Prozess neu aufzunehmen.

(gku)

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