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Ban Ki Moon lädt den Iran wieder aus

Ban Ki Moon: Der Uno-Generalsekretärs beugt sich der Kritik an der Iran-Einladung. (Bild: Keystone)

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon will den Iran doch nicht an der Syrien-Konferenz in Montreux dabei haben. Damit sind die Chancen gestiegen, dass die syrische Opposition in die Schweiz kommt.

Veröffentlicht am 20.01.2014

Der Iran soll nun doch nicht an der anstehenden Syrien-Friedenskonferenz in Montreux teilnehmen. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon habe seine umstrittene Einladung an das Land zurückgezogen, sagte ein Uno-Sprecher in New York.

Entscheidung vertagt

Zuvor hatte die syrische Opposition hat ihre Entscheidung im Streit um die Teilnahme des Irans an der Syrien-Friedenskonferenz vertagt. Vor einem Entscheid will sie eine Erklärung von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon abwarten.

Eine Sprecherin der Syrischen Nationalen Koalition erklärte in Istanbul: «Es wird erwartet, dass Ban in einigen Stunden eine Pressekonferenz geben wird, um die Position der Vereinten Nationen in Bezug auf die Einladung an den Iran klarzustellen.»

Opposition droht mit Boykott

Dies wolle die Opposition abwarten, bevor sie über ihre eigene Beteiligung an der Friedenskonferenz entscheide. Zuvor hatte die Opposition angekündigt, sie werde nicht an der Konferenz in der Schweiz teilnehmen, sollte Ban den Iran nicht bis 20.00 Uhr MEZ ausladen.

Ban hatte am Sonntag erklärt, er habe auch den Iran zu der Eröffnung der Friedensverhandlungen am Mittwoch eingeladen. Daraufhin hatte die Opposition mit einem Boykott gedroht. Bei der geplanten Konferenz, an der auch das Regime von Präsident Baschar al-Assad beteiligt ist, sollen ein Waffenstillstand und die Bildung einer Übergangsregierung vereinbart werden.

Der Iran hatte sich dem Vernehmen nach in einem Gespräch mit Ban zu diesen Zielen bekannt. Anschliessend weigerte sich die mit Assad verbündete Regierung in Teheran jedoch, öffentlich zu dieser Aussage zu stehen.

(sda/dbe)

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