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Umbau
Banken brauchen mehr Zeit für Kapitalreform

Deutsche Bank: Schwer am Schlingern. Keystone

Die Reform der Kapitalregeln für Banken wird längern dauern als geplant. Ein für Anfang Jahr angesetztes Treffen ist verschoben worden. Einige Geldhäuser fürchten zu starke Belastungen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Die geplante weltweite Reform der Banken-Kapitalregeln verzögert sich. Ein für Anfang Januar angesetztes Treffen der Chefs der Notenbanken und Bankaufsichtsbehörden, auf dem das neue Regelwerk abgesegnet werden sollte, ist verschoben worden.

Es sei noch mehr Zeit nötig, um die Arbeiten an den neuen Bankenvorschriften abzuschliessen, teilte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Dienstag in Basel mit.

Starke Differenzen

Der Streit über die neuen Kapitalregeln, die in der Bankenbranche «Basel IV» genannt werden, zieht sich schon lange hin. Politiker und Bankenaufseher in Europa und Japan befürchten, dass ihre Geldhäuser durch die neuen Regeln stärker belastet werden als US-Institute.

Wie stark die Differenzen sind wurde erst Ende November deutlich, als sich der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht nicht auf neue weltweite Regeln für die Geldhäuser verständigen konnte.

(sda/me/mbü)

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