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Bankgeheimnis: Auch Österreich kippt um

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann: Beim Bankgeheimnis verhandlungsbereit. (Bild: Keystone)

Nach den Zugeständnissen von Luxemburg ist nun auch Österreich beim Bankgeheimnis verhandlungsbereit. Man wolle sich im Gleichschritt mit Luxemburg und der Schweiz an Verhandlungen beteiligen.

Veröffentlicht am 08.04.2013

In Sachen Bankgeheimnis hat der österreichische Kanzler Werner Faymann gegenüber der Tageszeitung «Die Presse» Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Dies bestätigte das Büro des Regierungschefs gegenüber der Nachrichtenagentur APA.

Österreich müsse sich im Gleichschritt mit Luxemburg und der Schweiz an Verhandlungen über das Bankgeheimnis beteiligen, sagte Faymann. Österreich werde derzeit «völlig zu Unrecht in einem Atemzug genannt», wenn es um Steuerhinterziehung oder Geldwäsche gehe.

«Schon deswegen werden wir Verhandlungsbereitschaft beweisen», sagte Faymann der Zeitung. Das Sparbuch der Grossmutter sei nicht betroffen von einer Daten-Offenlegung. «Wir werden das nicht als Schuhlöffel verwenden, um alle persönlichen Daten an die Finanzministerin weiterzuleiten.»

Faymanns Ankündigung folgt nach einer Interview-Aussage des luxemburgischen Finanzministers Luc Frieden in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Frieden hatte gesagt, den automatischen Informationsaustausch «nicht mehr so strikt» abzulehnen wie früher.

(jev/rcv/sda)

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