Der 48-jährige Zürcher Banker und Unternehmer Thomas Matter ist im Sommer als Nachfolger von Christoph Blocher in den Nationalrat eingezogen. Nun kann der Jungparlamentarier einen ersten Erfolg vorweisen: Seine Initiative «Ja zum Schutz der Privatsphäre», die das Bankgeheimnis in der Bundesverfassung verankern will, kommt zustande. Dies bestätigt der Politiker gegenüber der «Handelszeitung». Derzeit träfen beim Initiativ-Komittee die beglaubigten Unterschriftenbögen aus den Gemeinden ein, wo sie auf ihre Gültikgeit überprüft wurden. «In den nächsten Wochen», so Matter, «wird die Initiatve in Bern eingereicht».

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

An dem Vorstoss von Matter wird allerdings bereits Kritik laut - ausgerechnet von Seiten der Finanzbranche. Zwar hat sich die Schweizerische Bankiervereiniung noch nicht offiziell positioniert, allerdings ist die Initiative laut «NZZ» Gegenstand kontroverser Diskussionen im Verband. «Unsere Skepsis dürfte Thomas Matter kaum überraschen», sagte Sprecher Thomas Sutter der Zeitung. Der Plan der Initiative bedeutet offenbar ein höheres Risiko für Banker, bei Steuerhinterziehung durch ihren Kunden straftrechlich verantwortlich zu sein. Auch der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse will die rechtlichen Folgen der Initiative prüfen.

Dem SVP-Nationalrat bleibt offiziell bis zum 6. Dezember Zeit, um die 100'000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei zu deponieren. Damit sich Matter noch stärker auf sein Nationalratsmandat und seine Aktivitäten in der einflussreichen Kommisson für Wirtschaft und Abgaben (WAK) konzenterieren kann, richtet er sein Portfolio neu aus und trennt sich von einzelnen Mandaten.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.