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Bankiervereinigung: Deutsche ziehen kaum Geld ab

Von «Abschleichern» keine Spur. (Bild: Keystone)

Schweizer Banken haben erneut Vermutungen widersprochen, deutsche Steuerhinterzieher zögen vor einem Inkrafttreten des Steuerabkommens massenhaft Geld ab und brächten es in anderen Steueroasen unter.

Veröffentlicht am 11.11.2012

«In den vergangenen zwölf Monaten sind nach unseren Erhebungen nur rund 0,4 Prozent des deutschen Vermögens in Staaten ausserhalb der EU geflossen», sagte der Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, Patrick Odier, dem deutschen Magazin «Spiegel».

«Die Leute sind doch alle froh, wenn sie das Problem endlich bereinigen können», erklärte Odier. «Deshalb sucht kaum jemand nach einer Steueroase - zumal es auch immer weniger davon gibt.»

Odier widersprach Berechnungen des Finanzministeriums in Nordrhein-Westfalen, wonach die meisten Steuerhinterzieher mit einer geringen Abschlagszahlung auf ihr Vermögen wegkämen.

Aus den Daten der Banken gehe hervor, dass der durchschnittliche Steuersatz für die Abschlagszahlung 25 Prozent des Vermögens betrage. Das sei eine ganze Menge, zumal 95 Prozent der Steuerhinterzieher damit mehr zahlten als bei einer Selbstanzeige.

Odier warnte SPD und Grüne davor, das deutsch-schweizerische Steuerabkommen im Bundesrat, der deutschen Länderkammer, scheitern zu lassen. «Je später es ein Steuerabkommen gibt, desto mehr Vergehen verjähren. Und desto weniger Geld bekommt Deutschland.»

(tke/sda)

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