US-Präsident Barack Obama hat den Tod von Taliban-Chef Mullah Achtar Mansur durch einen US-Drohnenangriff in Pakistan bestätigt. Mansurs Tod sei ein «Meilenstein» auf dem Weg zum Frieden in Afghanistan, erklärte Obama am Montag während eines Besuchs in Vietnam. Der US-Präsident rief den Rest der Taliban-Führung zur Beteiligung an Friedensgesprächen auf. Dies sei der «einzig wirkliche Weg» zur Überwindung des Konflikts.

Mansurs Tod war schon am Sonntag sowohl aus Taliban-Kreisen als auch vom afghanischen Geheimdienst gemeldet worden. Mansur hatte die Führung der Taliban offiziell erst im Juli übernommen, nachdem der Tod des Taliban-Gründers Mullah Omar bestätigt worden war.

Obama gab grünes Licht

Zwei Taliban-Vertreter teilten mit, dass sich führende Mitglieder der Miliz in der pakistanischen Stadt Quetta versammelt hätten, um einen Nachfolger für Mansur zu bestimmen. Nach dem Tod Mansurs könnten unter den Taliban neue Führungskämpfe ausbrechen.

Der Drohneneinsatz war von Obama persönlich genehmigt worden. Das Aussenministerium in Islamabad verurteilte den US-Angriff am Sonntag als Verletzung der Souveränität Pakistans. Obama erklärte, die US-Streitkräfte würden auch in Zukunft Gefahren auf pakistanischem Gebiet bekämpfen.

(sda/mbü/hon)