In einem am Montag veröffentlichten Bericht beschuldigt Human Rights Watch die israelischen Streitkräfte, Zivilisten in dem Ort Chusaa im Süden des Gazastreifens beschossen und getötet zu haben. Die Organisation beruft sich auf palästinensische Augenzeugen und untersuchte mehrere Vorfälle. «Willkürliche Angriffe auf Zivilisten, die nicht an Kampfhandlungen teilnehmen, sind Kriegsverbrechen», erklärte Human Rights Watch.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Der Bericht bezieht sich auf Vorfälle in Chusaa nahe der Stadt Chan Junis vom 23. bis zum 25. Juli. In Chusaa verbliebene Zivilisten seien beschossen worden und von der Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung abgeschnitten gewesen, heisst es in der Human Rights Watch-Mitteilung. Beim Versuch, vor den Kämpfen zu Fuss nach Chan Junis zu fliehen, seien Einwohner willkürlich verhaftet oder beschossen worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation unter Berufung auf geflohene Anwohner von Chusaa weiter.

1850 gegen 67 Tote

Seit Beginn des israelischen Militäreinsatzes gegen die radikalislamische Hamas vor knapp vier Wochen wurden nach palästinensischen Angaben im Gazastreifen inzwischen mehr als 1850 Menschen getötet, zwei Drittel von ihnen Zivilisten. Auf israelischer Seite wurden 64 Soldaten und drei Zivilisten getötet.