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Panama Papers
Behörden kämpfen sich durch Datenberge

Mossack-Fonseca-Filiale in Genf: Das Mutterhaus ist am Pranger. Keystone

Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca ist alles andere als ein kleiner Fisch. Für ihre Geschäfte nutzten sie mehr als 100 Server. Das macht den Behörden Kopfschmerzen.

Veröffentlicht am 14.04.2016

Die Beweissicherung in der durch die «Panama Papers» belasteten Kanzlei Mossack Fonseca gestaltet sich nach Angaben des zuständigen Staatsanwaltes schwierig. Es seien komplexe Ermittlungen, weil das Unternehmen über 100 Server verfüge.

Die Ermittler durchsuchten bis am Mittwoch 27 Stunden lang die Geschäftsräume von Mossack Fonseca in Panama-Stadt. «Wir haben uns darauf konzentriert, Datenmaterial sicherzustellen, das Aufschluss über die Funktionsweise des Unternehmens gibt», sagte Staatsanwalt Javier Caraballo am Mittwoch.

Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt

Nach einjähriger gemeinsamer Recherche hatten vor kurzem Dutzende Medien weltweit über gut 200'000 Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Unternehmen wurden nach den Berichten zum Teil von Mossack Fonseca gegründet. Die panamaische Kanzlei bestreitet, in illegale Geschäfte verwickelt zu sein.

«In Panama stellt Steuerhinterziehung kein Verbrechen im strafrechtlichen Sinne dar», sagte Generalstaatsanwältin Kenia Porcell. «Wir prüfen jetzt die mögliche Verwicklung der Firma in irgendeine Art von Vergehen.»

(sda/ise/mbü)

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