In der Affäre um angebliche Wahlkampfspenden des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi an Nicolas Sarkozy hat die Pariser Staatsanwaltschaft ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Justiz geht es um mögliche Straftaten wie Korruption, Vorteilsnahme und Geldwäsche.

Um breit ermitteln zu können, wurde das Verfahren zunächst gegen unbekannt eingeleitet. Das berichtete der Nachrichtensender France Info am Freitag.

Dem jetzigen Ermittlungsverfahren war eine Hausdurchsuchung bei dem Geschäftsmann und Unterhändler Ziad Takieddine vor rund einer Woche vorausgegangen. Er behauptet, einen Beweis dafür zu haben, dass libysches Geld in Sarkozys Wahlkampfkasse floss.

Der konservative ehemalige Präsident (2007-2012) weist die auf den Wahlkampf 2007 zurückgehenden Vorwürfe vehement zurück. Gaddafi wurde im Oktober 2011 im Zuge der Revolution in seinem Land erschossen.

(tke/sda)