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Massnahme
Belgien lässt AKWs von Soldaten bewachen

AKW Tihange: Soldaten werden die Anlage vorübergehend überwachen. Flickr/CC/Andreas Krischer

Die Pariser Terroranschläge wirken in Belgien immer noch nach: Das Land setzt neu seine Armee ein, um Atomanlagen zu schützen. Später sollen aber wieder Polizisten Wache stehen.

Veröffentlicht am 04.03.2016

Belgien setzt ab sofort seine Armee ein, um Atomanlagen vor Terroranschlägen zu schützen. Das Innenministerium erklärte am Freitag, rund 140 Soldaten würden die zwei Atomkraftwerke (AKW) Tihange und Doel schützen sowie auch Forschungseinrichtungen und Atomlager. Daneben werde eine Spezialtruppe der Polizei gebildet und ausgebildet, um diese Aufgaben später zu übernehmen. Der Einsatz der Soldaten soll diese Zeit überbrücken.

Bei den Ermittlungen zu den Hintermännern der jüngsten Pariser Anschläge war die Polizei in Belgien im Februar auf ein Video gestossen, auf dem ein Mann zu sehen ist, der Verbindungen zur belgischen Atomwirtschaft hat. Nach den Worten eines Polizeisprechers gibt es aber keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Video und den verschärften Sicherheitsmassnahmen an den Atomanlagen.

(reuters/mbü/chb)

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