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Sicherheit
Belgien sagt wegen Terrorgefahr Match ab

Aus Angst vor Terroranschlägen hat Belgien das Fussball-Länderspiel Belgien gegen Spanien in Brüssel abgesagt. Zudem hat die Regierung die Polizeipräsenz stark verstärkt.

Veröffentlicht am 17.11.2015

Angesichts der angespannten Sicherheitslage nach den Attentaten von Paris ist in Belgien die Terrorwarnstufe erhöht worden. Als Folge davon findet das für Dienstagabend geplante Fussball-Länderspiel zwischen Belgien und Spanien in Brüssel nicht statt.

Angesichts der angespannten Sicherheitslage nach den Attentaten von Paris ist in Belgien die Terrorwarnstufe erhöht worden. Als Folge davon findet das für Dienstagabend geplante Fussball-Länderspiel zwischen Belgien und Spanien in Brüssel nicht statt.

Terrorwarnstufe erhöht

Für das ganze Land gelte die Terrorwarnstufe drei, teilten die Behörden in der Nacht zum Dienstag in Brüssel mit. Stufe drei (von vier) bedeutet, dass ein Anschlag möglich oder wahrscheinlich ist. Das zum Innenministerium gehörende Krisenzentrum erklärte, besonders bedroht seien Orte mit einer grossen Menschenansammlung.

Die Polizeipräsenz solle an solchen Orten sichtbar verstärkt werden. Die Bürger würden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Das Krisenzentrum hatte die Absage des Fussballspiels zwischen Belgien und Spanien empfohlen.

50'000 Zuschauer erwartet

Der belgische Fussballverband URBSFA erklärte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga, das Freundschaftsspiel sei auf Empfehlung der Behörden und in Absprache mit der spanischen Nationalmannschaft abgesagt worden.

Der Verband bedauerte die kurzfristige Annullierung. Es dürfe aber kein Risiko für die Spieler und Fans eingegangen werden. Im Brüsseler König-Baudouin-Stadion waren für Dienstagabend 50'000 Zuschauer erwartet worden.

Ermittlungen führen nach Belgien

Am Rande des Freundschaftsspiels zwischen der deutschen und der französischen Fussballnationalmannschaft im Stade de France bei Paris hatten sich am am Freitagabend drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Dabei wurde ein Passant getötet. Kurz darauf töteten weitere Attentäter an verschiedenen Orten in Paris mehr als 120 weitere Menschen.

Die Ermittlungen führten unter anderem nach Belgien, wo mehrere der Pariser Attentäter wohnten. Die belgische Polizei suchte bei Razzien intensiv nach einem flüchtigen Verdächtigen. Gegen zwei weitere Verdächtige leitete die belgische Justiz Ermittlungsverfahren ein.

Kerry in Paris

Drei Tage nach den Anschlägen von Paris hat US-Aussenminister John Kerry bei einem Besuch in der französischen Hauptstadt Entschlossenheit im Kampf gegen die Islamisten betont. "Wir werden den Islamischen Staat und all diejenigen besiegen, die seine verabscheuungswürdige Ideologie teilen", sagte Kerry am Montagabend vor der US-Botschaft in Paris.

"Wir werden dafür kämpfen, dass unsere Kinder eine Welt erben, die reich an Liebe und arm an Hass ist." Die IS-Kämpfer bezeichnete er als "psychopathische Monster".

Kerry, der am Dienstag in Paris den französischen Präsidenten François Hollande und Aussenminister Laurent Fabius treffen will, bekräftigte die Solidarität seines Landes mit Frankreich. "Die USA und Frankreich sind nicht nur Freunde - wir sind eine Familie", sagte er.

(sda/dbe)

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