Bald werden die Bürger an die Urne gebeten, um über die Energiestrategie 2050 abzustimmen. Wird das Gesetz angenommen, können sich die grossen Stromkonzerne auf Subventionen freuen, denn erneuerbare Energien sollen stärker gefördert werden.

Doch bis dahin suchen die Stromkonzerne andere Wege ihre Verluste auszugleichen, welche seit dem Markteinbruch 2009 bestehen. Sie wollen den Wasserzins für die Berggemeinden senken. Diese erhalten den Wasserzins für die Nutzung des Wassers zur Stromerzeugung.

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Erfolgsabhängiger Wasserzins

Für die Bergregionen wäre das schmerzhaft, da sie auf das Geld der Stromkonzerne angewiesen sind. Im bündnerischen Ort Zillis zum Beispiel bringe der Wasserzins vier Mal mehr Geld ein als die Steuereinnahmen, sagt die Gemeindepräsidentin. Ohne den Zins könne sie den Betrieb der Schule nicht mehr sicherstellen.

Der Verband der Elektrizitätsunternehmen möchte eine Senkung von zwei Drittel vornehmen und mehr Geld soll nur fliessen, wenn der Strompreis wieder ansteigt. Ein erfolgsabhängiger Wasserzins. Das Bundesamt für Energie hingegen würde den Wasserzins um die Hälfte reduzieren.

Was Berggemeinden vom Vorschlag denken und was der Chef der Axpo zu den Vorwürfen sagt, sehen Sie im Beitrag von SRF Eco.

(btl)