Bisher ist nicht erwiesen, ob der in Deutschland gesuchte und inzwischen in Mailand getötete Terrorverdächtige Anis Amri je in der Schweiz gewesen ist. Abklärungen dazu sind in Gang, wie es beim Bundesamt für Polizei (fedpol) heisst.

Ein direkter Bezug des Tunesiers zur Schweiz sei bisher nicht festgestellt worden, sagte fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu am Freitag auf Anfrage der sda. Sie bestätigte damit verschiedene Medienberichte. «Wir stehen seit dem Anschlag in Berlin in Kontakt mit den deutschen Behörden.»

Info aus Deutschland

Aus Deutschland habe die Schweiz Informationen zum Gesuchten erhalten. Diese seien zum Abgleich auch den Kantonspolizeien und weiteren Partnern weitergegeben worden. Zur Frage, wie wahrscheinlich es sei, dass sich Amri je in der Schweiz aufgehalten habe, sagte Musliu nur: «Ausschliessen können wir es nicht.»

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Am Tag nach dem Anschlag in Berlin kam die operative Taskforce zusammen, wie Musliu weiter sagte. Über diese Gruppe stehen die Sicherheitsbehörden von Bund und Kantonen sowie Grenzwache und Staatssekretariat für Migration (SEM) in Kontakt. Alle diese Stellen waren auch an der Suche nach Amri beteiligt.

In Mailand erschossen

Die deutschen Behörden gehen davon aus, dass Amri den Lastwagen lenkte, mit dem der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verübt wurde. Darauf deuten Fingerabdrücke hin, unter anderem an der Fahrertür des Camions. In der Nacht auf Freitag wurde Amri in Mailand bei einer Polizeikontrolle erschossen.

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(sda/ise/jfr)