SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hält trotz Kritik an seinen umstrittenen Clown-Äusserungen über den früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi fest. «Von den Clowns nehme ich in Bezug auf Herrn Berlusconi nichts zurück», sagte er in einem vorab veröffentlichten Gespräch mit dem Magazin «Der Spiegel».

Zugleich versprach Steinbrück für den Fall eines Wahlsieges eine diplomatischere Sprache. «Ich werde als Kanzler kanzlergemäß sprechen», sagte er. «Ich kann schon unterscheiden zwischen Klartext und den Verpflichtungen im Amt.»

Steinbrück hatte im Februar mit seiner «Clown»-Äusserung über den Ausgang der Wahlen in Italien einen diplomatischen Eklat ausgelöst. Der SPD-Politiker sagte, er sei bis zu einem gewissen Grad «entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben». Einer davon sei der Komiker und Spitzenkandidat der Protestbewegung, Beppo Grillo, der andere «definitiv ein Clown mit einem besonderen Testosteron-Schub».

Auch in der Schweiz hatte sich Steinbrück unbeliebt gemacht, als er 2009 als damaliger deutscher Finanzminister im Zusammenhang mit Steueroasen Richtung Schweiz von der  «Kavallerie im Fort Yuma» sprach, die man auch ausreiten lassen könne. «Aber die muss nicht unbedingt ausreiten», so Steinbrück damals. «Die Indianer müssen nur wissen, dass es sie gibt.»

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(tno/rtr)