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Erfolg
Berlusconis Allianz punktet in Italiens Städten

Federico Sboarina: Der Mitte-Rechts-Kandidat gewinnt in Verona. Keystone

Bei den Bürgermeisterwahlen in Italien schneidet besonders die Mitte-Rechts-Allianz gut ab. Die Berlusconi-Partei Forza Italia sieht sich im Aufwind.

Veröffentlicht am 26.06.2017

Bei der Bürgermeister-Stichwahl in Italien vom Sonntag zeichnet sich ein positives Wahlergebnis für die Mitte-Rechts-Allianz ab. Der Block um die Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi behauptete sich laut Hochrechnungen unter anderem in Genua und Verona.

In Genua, einer traditionellen linken Hochburg, siegte laut Hochrechnungen der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI der Mitte-Rechts-Bewerber Marco Bucci im Duell gegen Mitte-Links-Kandidaten Gianni Crivello. Die Hafenstadt war jahrelang von Bürgermeistern des Mitte-Links-Lagers regiert worden.

Mitte-Rechts-Kandidat gewinnt in Verona

In Verona behauptete sich der Mitte-Rechts-Kandidat Federico Sboarina im Duell gegen die Senatorin Patrizia Bisinella, die an der Spitze der Bürgerliste «Fare» stand. Auch in Catanzaro, der Hauptstadt Sardiniens, gewann ein Mitte-Rechts-Kandidat. In Parma schaffte der seit 2012 amtierende Bürgermeister Federico Pizzarotti, den die populistische Fünf-Sterne-Bewegung vor einiger Zeit aus der Partei ausgeschlossen hatte, die Wiederwahl. Pizzarotti behauptete sich bei der Stichwahl gegen den Mitte-Links-Kandidaten Paolo Scarpa.

«Der Wind des Wandels weht. Die Mitte-Rechts-Allianz siegt in Italien wieder», kommentierte der Fraktionschef der Forza Italia in der Abgeordnetenkammer, Renato Brunetta. Nach Jahren tiefer Krise ist die Berlusconi-Partei laut Umfragen wieder im Aufwind. Sie hatte sich in mehreren Städten mit der ausländerfeindlichen Lega Nord verbündet.

Wichtiger Stimmungstest

Die Wähler mussten dort, wo in der ersten Runde am 11. Juni keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichte, zwischen den beiden bestplatzierten Bürgermeister-Kandidaten entscheiden. Der Urnengang fand unter anderem in L'Aquila, Görz und Tarent statt. Die Wahlbeteiligung war besonders niedrig. Sie lag laut vorläufigen Angaben des Innenministeriums bei 47 Prozent, was als Rekordtief gilt.

Die Kommunalwahlen in 1005 Gemeinden, zu denen 9,2 Millionen Italiener aufgerufen waren, galt als wichtiger Stimmungstest für die Parlamentswahlen, die spätestens im Frühjahr 2018 abgehalten werden.

Niederlage für Beppe Grillo

Bei der ersten Runde der Wahl hatte die europakritische Fünf-Sterne-Bewegung um den Starkomiker Beppe Grillo eine schwere Wahlschlappe hinnehmen müssen. Insgesamt schafften es Kandidaten der Fünf-Sterne-Bewegung nur in acht der 140 Kommunen mit über 15'000 Einwohnern in den zweiten Wahlgang.

(sda/mbü)

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