1. Home
  2. Politik
  3. Bern: Neue Gespräche über Steuerabkommen mit Griechenland

Politik

Bern: Neue Gespräche über Steuerabkommen mit Griechenland

Im März war bereits Verkehrs- Umwelt und -Kommunikations-Minister Georgios Papaconstantinou bei Doris Leuthard zu Besuch.

Der griechischer Vizefinanzminister weilt in der Schweiz. Im gehts ums Steuerlöcherstopfen.

Veröffentlicht am 02.09.2012

Zwischen Griechenland und der Schweiz laufen wieder Verhandlungen über ein Steuerabkommen. Laut der deutschen Nachrichtenagentur DPA weilte Giorgos Mavraganis, der griechische Vizeminister für Finanzen, am Sonntag für letzte Verhandlungen in Bern.

 

Nach Informationen aus Kreisen des griechischen Finanzministeriums sollen die Gesprächen zwischen der Schweiz und Griechenland kurz vor dem Abschluss stehen. Mit der Unterzeichnung eines Abkommens werde bis Ende September gerechnet, hiess es. Beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) war am Sonntag nichts zu den angeblich stattfindenden Verhandlungen zu erfahren.

Mit dem Steuerabkommen sollen auf Schweizer Bankkonten liegende Vermögen von Griechen besteuert werden. Nach dem Muster der Abkommen mit anderen Staaten sollen Inhabern von unversteuerten Geldeinlagen zwei Möglichkeiten gegeben werden. Sie können ihr Geld unter Beibehaltung der Anonymität mit bis zu 30 Prozent besteuern lassen oder sie melden es an und regeln die Steuern direkt mit den griechischen Behörden.

Griechen könnten bis 200 Milliarden Euro bunkern

Die Schweiz und Griechenland hatten bereits 2011 entsprechende Gespräche über eine Abgeltungssteuer geführt. Zu konkreten Ergebnissen habe diese aber nicht geführt. Während der schwierigen Regierungsbildung in Griechenland waren die Gespräche dann stillgestanden.

Wie viel Geld von vermögenden Griechen auf Schweizer Bankkonten liegt, ist unklar. In der griechischen Presse gab es weit auseinandergehende Schätzungen, die von 2 bis zu 200 Milliarden Euro reichten.

(chb/sda)

Anzeige